im Selbst_Gespräch… Szene im Abendrot mit Eichhörnchen

Ein Rascheln lässt ihn aufblicken; ein rotes Eichhörnchen sitzt nicht unweit im Gebüsch. Während sich ihre Blicke treffen, sinnt der Autor über die Seltenheit dieser possierlichen Tierchen nach und fühlt sich geehrt es von so Nahem sehen zu können.

Das Eichhörnchen selbst, so scheint es, ist weniger beeindruckt von der Begegnung mit einem grimmig dreinblickenden Menschen, welcher mit hängenden Schultern und gebeugten Kreuz auf einer Parkbank hockt; blind für die Welt, die ihn sonst umgibt.

Der Autor verschenkt seine Aufmerksamkeit nicht mehr. Er fühlt sich blind für das Schauspiel der Natur, dessen er beiwohnt. Obwohl er diesem beiwohnt… sich bewusst hinein begeben hat.

Er sieht es nicht… das Fallen der bunten Blätter im sanften Wind, das Rot der Sonne bei klarem Himmel, die Früchte des Herbstes an Bäumen und auf Wegen. Hört nicht das Zwitschern der zurückgebliebenen Vögel, das Rauschen des nahen Bachlaufs, das Knacken von Ästen…

„Es tut mir leid.“, senkt sich die Stimme seiner Muse auf ihn nieder.

„Was tut dir leid?“

„Dass es da, wo du bist, so dunkel ist… kalt ist … laut ist… einsam ist. Dass du dir nicht mehr erlaubst, all das Schöne in der Welt, in deinem Leben zu sehen. Dass du das Gefühl hast, den Weg nicht mehr zu finden.“

Das Eichhörnchen, wohl zufrieden mit seiner Beute, ist von Dannen gezogen.

Der Autor hat es nicht gesehen.

„Ich fühle mich verloren.“

„Das bist du nicht!“, versichert ihre liebliche Stimme.

Fortsetzung folgt

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